die dschungelstadt
ist voll menschen leer
gewalt regiert
angst schleicht umher
wahnsinnig
wird der mensch
sieht keinen ausweg mehr.
die dschungelstadt
ist voll menschen leer
gewalt regiert
angst schleicht umher
wahnsinnig
wird der mensch
sieht keinen ausweg mehr.
Ein Bürger zum Finanzamt geht,
weil er die Welt nicht mehr versteht:
Er soll – dies will ihm nicht bekommen,
mehr zahlen, als er eingenommen.
Drum fragt er keck und ungeniert,
ob ihn das Amt hier angeschmiert.
Der Steuermann ist gleich beleidigt,
spricht von „Beamter“ und „vereidigt“,
weist auf den großen Stempel hin,
der amtlich sei und somit Sinn
besäße, was den Bürgersmann
beruhigt. Er geht und zahlt sodann.
Moral:
Wenn es amtlich angeordert,
zahlt der Bürger, was gefordert.
Über all dem Weltgewimmel
wölbt sich blau der hohe Himmel.
Frühlingsleben sprießt und blüht,
während schon die Lunte glüht.
Suchst du auch den Sinn vergebens:
Nutze sie, die Zeit des Lebens!
Wer einmal in der Tinte saß,
meidet fortan das Tintenfass.
Wer seine Frau von Herzen liebt
und ihr aus Dummheit Schmerzen gibt,
der fügt sich, das bedenke Du,
den größten Kummer selber zu.
Der Erdenball schon eiert
und vor Raketen strotzt.
Die Welt ist ausgeleiert,
der Schöpfer staunt – und kotzt.
Auf Arbeitspflichten
kann ich verzichten.
Hingegen mitnichten
aufs Dichten.
Den Menschen meist die Frau gebiert,
wenn sie ihn nicht zuvor verliert.
Und danach läuft er frei und dumm
ein Weilchen auf der Welt herum.
Verbringt so manches liebe Jahr,
der Sinn des Ganzen ist nicht klar.
Der Mensch braucht Luft.
Die Luft braucht Wald.
Der Wald braucht Bäume.
Die Bäume werden abgeholzt.
Der Mensch braucht Luft.
Der Mensch will Verkehr.
Der Verkehr braucht keine Bäume.
Die Bäume werden abgeholzt.
Der Mensch braucht Luft.
Der Mensch braucht Brot.
Der Mensch braucht Träume.
Die Träume werden abgeholzt.