Archiv des Autors: Berndt-Baumgart
Die Wahl
auf beiden Beinen hinken.
Die Sozis und die Rechten
den Menschverstand nur knechten.
Auch die von der Satire
geh’n leider in die Irre.
AfD und ÖDP
tun den Bürgern richtig weh.
F.D.P. fällt immer um,
denkt, die Leute seien dumm.
Bleiben noch die mit dem „C“:
Gottlos waren sie seit je.
Und mag es sonst nichts geben,
dann wählen wir das Leben.
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| Veröffentlicht am 11.12.2019. Textlänge: 67 Wörter; dieser Text wurde bereits 1 mal aufgerufen; der letzte Aufruf war am 11.12.2019. |
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Der Sinn des Lebens
Dem Sinnlosen Sinn zu geben,
ist die schönste Kunst im Leben.
Manche dichten oder malen,
mit den Heldentaten prahlen.
Andere den Tod erwarten,
fliehen aus des Lebens Garten.
Einige politisch denken,
wollen allen etwas schenken.
Weise leben in der Stille,
sagen: „Herr, gescheh‘ Dein Wille.“
Diesen Willen sie lang suchen,
doch dann rufen sie und fluchen:
„Dem Sinnlosen Sinn zu geben,
ist die schwerste Kunst im Leben.“
Der arme Reiche
Mein Leben, es ist öd und leer,
doch ich bin ein Millionär.
Hirnes Zellen mir entschwanden,
anderes ist noch vorhanden.
Armen möchte ich nichts geben,
hab es auch nicht leicht im Leben.
Die ganze Welt ich durfte sehn,
nirgendwo war‘s wunderschön.
Ich fühle mich erschöpft und matt,
das Leben macht mich nicht mehr satt.
Vielleicht bin ich schon sterbenskrank,
mir hilft nicht mehr des Arztes Trank.
Und gibt es keine Hoffnung mehr,
dann werde ich halt Milliardär.
Mein Leben, es ist öd und leer,
doch ich bin ein Millionär.
Hirnes Zellen mir entschwanden,
anderes ist noch vorhanden.
Armen möchte ich nichts geben,
hab es auch nicht leicht im Leben.
Die ganze Welt ich durfte sehn,
nirgendwo war‘s wunderschön.
Ich fühle mich erschöpft und matt,
das Leben macht mich nicht mehr satt.
Vielleicht bin ich schon sterbenskrank,
mir hilft nicht mehr des Arztes Trank.
Und gibt es keine Hoffnung mehr,
dann werde ich halt Milliardär.
Erinnerung an die ANDTEN
Die gesendeten Gesandten
sich im Lande nicht auskannten
und im Walde sich verrannten.
An des scharfen Felsens Kanten
sie sich leider dann entmannten,
und sie großen Schmerz empfanden.
Die entmannten Abgesandten
nun ganz schnell im Wald verschwanden,
wo die Wunden sie verbanden.
Dokumente sie verbrannten,
blieben so die Unbekannten,
und auch wir sie niemals fanden.
War’n sie unsere Bekannten?
Oder gar die Blutsverwandten?
Niemand weiß es in den Landen.
Die verendeten Verwandten,
im Gedächtnis sie versanden.
Diese Worte bald verschwanden!
Blieben so die Unerkannten,
niemand hat sie je verstanden
-wie verschwendete Girlanden.
Lied an den Jäger
Jäger mit dem Schießgewehr
macht dem Wild das Leben schwer.
Lautlos pirscht er durch den Wald;
dann macht er die Tiere kalt.
Was ist mit dem Menschen los?
Warum tut’s der Jäger bloß?
Für den Hunger und die Gier?
Ist das Töten sein Pläsier?
Jäger antwortet da nur:
„Es ist gut für die Natur.“
Leise schüttelt man das Haupt:
Dumm ist, wer dem Jäger glaubt.
Zweierlei Menschen
Das ist so wie im Schlafe:
A ist mit sich im Reinen.
B seufzt und zählt die Schafe –
und muss beim Schlafen weinen.
Der arme Mann im Fango-Bett
In der Reha gibt es Fango,
ist gesünder noch als Tango,
bei dem man das Gelenk verdreht,
was bei der Reha gar nicht geht.
Du liegst auf einem Wasserbett,
gemütlich-warm und einfach nett,
verpackt in wohlig-weichen Decken,
kannst du nunmehr im Schlaf verrecken.
In der Kabine Nummer zwei,
da schnarcht ein fetter Mann, o wei.
Er wälzt sich hin und wälzt sich her,
die Schwestern schwatzen nebenher
in ihrem Raum mit ganz viel Zeit;
sie lieben die Gemütlichkeit,
die „Stress“ sie nennen. Nur warum?
Dem Dichter bleibt die Feder stumm.
Da, der Alte fällt vom Bett,
auf den Boden, gar nicht nett,
„Hilfe“, schreit er, „helft mir doch“,
Schwestern sind im Schnatterloch.
Hör’n nicht, wie der Alte schreit,
armer Mann, er tut mir leid,
doch das Notseil mir gebricht,
helfen kann ich deshalb nicht.
Mann liegt unten, Fango drauf,
er hört mit dem Schreien auf.
Die Decke liegt daneben,
ganz traurig ist das Leben.
Der Fango drauf verschmutzt ihn sehr,
die Schwestern schnattern immer mehr.
Jetzt ist die Fango-Zeit herum,
die Schwestern sagen nun ganz dumm:
„Solch eine große Sauerei,
und Hilfe rief er nicht herbei!“
Das war sein schönster Fango-Tag,
an den er nicht mehr denken mag.


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