Das Spenden
Wir sind auf der Welt, um zu spenden,
zu geben mit ganz vollen Händen.
Gar groß ist die Armut auf Erden,
das Klima soll auch schlechter werden.
Was für einen Sinn hat das Leben?
Wir könnten auch Liebe uns geben;
doch leider lässt die sich nicht messen,
und so müssen wir sie vergessen.
Drum bleibt es beim Materiellen;
die Wissenschaft kann es erhellen.
Im finstersten Positivismus,
da bleiben der Krieg und Narzissmus.
Bei Erdbeben und auch bei Viren,
da können wir Gutsein markieren.
Wir spenden mit Medikamenten,
die Hilfe, sie darf niemals enden.
Doch gegen die Hetzer im Leben,
da scheint es kein Mittel zu geben.
So bleibt nur am Ende das Klagen,
und leise, da höre ich sagen:
Liebe Leute, spendet sehr,
Spenden macht das Konto leer;
und wenn ihr nicht wisst, wofür,
gebt die ganze Kohle mir.
Kinder am Meer
Sie laufen hin, sie laufen her;
gar glücklich sind sie an dem Meer.
Ohne Stress und ohne Not.
In 100 Jahren sind sie tot.
Wolf und Mensch
er frisst auch kleine Schafe.
Besucht die Kinder nachts um vier,
und stört sie gern im Schlafe.
Der Chef, er ist ein Bösewicht,
will seine Leute quälen.
Auch, wenns ihm am Verstand gebricht:
Für ihn nur Dollars zählen.
Wir Menschen sind der Erden Zier,
haben sie fast verloren.
Doch heute leben wir noch hier –
Wofür sind wir geboren?
Der Problemwolf
Ein Wolf aus den Karpaten
zum Mittelmeer wollt wandern.
Die Bären waren Paten.
Ihn lockte es nach andern
kleinen Wölfen im Revier;
denn er war ein Neugiertier.
So lief er viele Tage,
die Menschen wollt‘ er meiden;
sie war‘n ihm eine Plage
und konnten Wolf nicht leiden.
Die Alpen überquert er,
kam danach in Spanien an.
Seine Wölfin liebt er sehr,
und zwei Welpen kamen dann.
Die Jäger von den Farmen,
sie waren ohne Gnade
und hatten kein Erbarmen.
Ums Wölflein war es schade.
Doch schon im nächsten Jahre,
da wanderten die Jungen
bis hin zu den Karpaten.
Die Bären wurden Paten.
Bildung
Gar manche sind sehr hochgelehrt,
doch ihr Gehirn ist ausgeleert.
Ansonsten sind sie unversehrt.
So leben sie recht unbeschwert.
Das Licht
ist es oftmals schon zu spät.
Doch so mancher Erdgesell
leuchtet leider niemals hell.
Der Mensch auf der Welt
Der Mensch ist auf sich selbst gestellt
in dieser wunderschönen Welt.
Doch könnt‘ die Welt noch schöner sein,
wär‘ dieser Mensch nicht ganz allein.
Der Winter
Winter kommt auf leisen Sohlen,
will die letzte Wärme holen.
Wenn wir uns dagegen wehren,
Eismann lässt sich nicht bekehren.
Also bleiben wir ganz stille,
denken, es sei Gottes Wille.
Bleiben in den warmen Räumen,
wo wir von dem Sommer träumen.