11 Unsinns-Zweizeiler

1
Der Hase hoppelt in die Hecke,
auf dass man ihn dort nicht entdecke.

2
Wenn’s Christkind kommt zur Weihnachtszeit,
ist es bis Ostern nicht mehr weit.

3
Die Reichen lieben sich auf Plüsch;
die Armen treiben’s im Gebüsch.

4
Es ist noch lang kein Wintermärchen,
sieht man im Schnee ein Gummibärchen.

5
Senkrecht und ganz ohne Hast
fiel der Apfel von dem Ast.

6
Bevor er Jodeln sie gelehrt,
da machte sie es ganz verkehrt.

7
Mancher kommt bedeutend schneller
als nach oben in den Keller.

8
Es rasen oft mit Affenzahn
die Züge von der Deutschen Bahn.

9
Weil Ursula sich nicht gewehrt,
ward sie von Waldemar entehrt.

10
Er parkte frech, mit List und Tücke,
den Wagen in der engen Lücke.

11
Als Gymnasiast der Eberhard
aus Ehrgeiz fast ein Streber ward.

 

Der Räuber

Der Räuber kam um Mitternacht,
es war eine Gewitternacht.
Als er zur Flucht sich setzt in Marsch,
traf ihn ein Blitz an seinem Kopf.

(Reimt sich nicht, weil er den gestohlenen
goldenen Kugelschreiber hinters Ohr geklemmt
und nicht, wie eigentlich geplant, in die
hintere Gesäßtasche gesteckt hatte.)