Klaus fährt fort

Klaus fährt fort:

„Das ist ja nur der Anfang. Wenn es in Wirklichkeit weder Raum noch Zeit gibt, erübrigen sich auch die Fragen nach ‚davor‘ und ‚danach‘ und ‚außerhalb‘.

Alles ist.

Und auch die Frage nach der ‚Dunklen Materie‘, nach ‚Materie und Energie‘ kann uns ziemlich egal sein. Wenn Gott alles erschaffen hat, dann ist alles eben so, wie es ist.

Und die ‚Cartesische Frage‘ kann uns auch nicht irritieren. Wir sind nicht, weil wir denken, sondern weil Gott uns geschaffen hat. Und er hat uns eben als ‚Denkende‘ geschaffen.

 

Die Frage, ob wir eine ‚besondere Art von Tieren‘ seien, stellt sich nicht. Gott hat uns als Menschen, und die Tiere als Tiere geschaffen. Es ist müßig, irgendwelche ‚Unterschiede‘ zu analysieren. Jedem ist klar, was ein Tier und was ein Mensch ist. Die Primaten, die uns am nächsten kommen, sind Affen und keine Menschen. Wer hat in den Jahrhunderten, in denen die Welt erforscht wurde, jemals einen vernünftigen Zweifel daran gehabt, ob die Angehörigen der entdeckten Spezies ‚Affen‘ oder ‚Menschen‘ waren?

 

Wie wir mit den Tieren umgehen, ist eine ganz andere, eine ethische Frage. Und da sieht es momentan sehr übel aus; denn Gott hat uns Menschen bestimmt nicht den Auftrag gegeben, die Tiere und die Lebensgrundlagen für diese (und für uns) zu vernichten.

Was uns unklar ist, ist ab ‚wann‘ Gott die Menschen gemacht und von den Tieren getrennt hat. Funde deuten auf eine viel längere Zeit hin, als man früher dachte Es mag so etwa eine Million Jahre her sein.

 

Aber wenn wir uns die ‚Zeit‘ wegdenken, ist auch das ziemlich egal. Gott hat uns ja das Gefühl für die Zeit nur gegeben, damit wir im ‚Diesseits‘ besser zurecht kommen.

 

Worauf es ankommt, ist nur, dass uns Gott als Menschen geschaffen hat. Und dafür sollten wir dankbar sein und ihn loben. Ob es ‚Leben‘ und ‚Tod‘ gibt, ist unerheblich. Alles ist.

 

Mit ‚Inkarnationen‘ brauchen wir uns auch nicht zu befassen. Ohne ‚Zeit‘ bedarf es keiner solcher Konstrukte.

Sehr unklar ist für mich die Frage nach dem ‘Freien Willen‘. Hier geht es ums Ganze. Was will Gott von uns? Ich kann mir das nur mit der Bekämpfung und der Überwindung des ‚Bösen‘ erklären.

Ist Gott ‚gut‘ oder ‚böse‘? Oder beides nebeneinander? Und hat er uns wie seinesgleichen gemacht, nur ein wenig kleiner? Und vergänglich? Im Gegensatz zu ihm, der unvergänglich, ewig, ist. Warum haben wir diesen lästigen, vergänglichen Körper mit seinen Bedürfnissen?

Gibt es noch einen zweiten Gott, einen Rivalen zum ‚guten Gott‘, der uns verführen will? Braucht Gott uns als seine Helfer, um diesen Rivalen zu besiegen?

Ich gebe zu, dieser Gedanke ist sehr reizvoll: Wir als Gehilfen des lieben Gottes.

 

Jetzt bin ich müde. Lasst uns morgen weiter diskutieren”.

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