Der Mönch

Es wollten sich vor vielen Jahren
ein Mönch und eine Nutte paaren.
Der Mönch legte die Nutte
auf seine braune Kutte,
nachdem er diese ausgetan
und fing gleich mit der Arbeit an.
Gar bald schon war das Werk geschafft
und unser Mönchlein abgeschlafft.
Dies rief hervor der Nutte Hohn,
die jetzo heischte ihren Lohn.
Der Mönch hingegen, frei und frank
erklärte: „Leider bin ich blank.
Kein einz’ger Cent ist mir beschieden:
Gib dich mit Gottes Lohn zufrieden.“

Abschließend sei nur noch erwähnt,
dass Gott die Haftung abgelehnt.

Moral für Dienstleister:
Vertraue keinem Mönche nicht,
sofern es ihm am Geld gebricht.

An die armen Reichen

Das Geld ist ohne jede Frage
auf Erden eine große Plage.
Gar manche sind nun von Natur
human und gut und sinnen nur
darauf, die andern zu erlösen
vom schnöden Mammon, diesem bösen.
Lasst sie gewähren, jene Narren,
gebt ihnen Steine, Schmuck und Barren,
das Bargeld in Papier und Rollen,
wenn sie Erlöser spielen wollen.
Erleichtert euch von all dem Tand
und gebt ihn jenen in die Hand,
die sich dazu berufen glauben,
euch dieses Unglücks zu berauben.

Und kennt ihr keinen solchen hier,
dann gebt das Zeug ganz einfach mir.

Der Falter

In einem Zimmer fliegt ein Falter,
die Lampe leuchtet nicht.
Er flattert auf den Lampenschalter
und hätte gerne Licht.

(Doch sein Gewicht reicht nicht).

Dies sieht der Mann. Mit Faust, geballter,
schlägt er hernieder auf den Schalter.

(In Richtung Falter).

Nun ist es in dem Zimmer heller.
Der Falter freut sich. Er war schneller.