Nach dem Atomkrieg

Die drohenden Schatten steigen
von den Bergen, aus dem Meer.
Die tosenden Winde schweigen,
und die Erde ist nun leer.

Verschwunden ist
der Menschen Zahl.
Kein Grashalm sprießt
mehr in dem Tal.
Kein Tier hier springt,
kein Vogel singt.
Kein Lied erklingt.
Kein…
Kain.
Es stinkt.

Die Seelen der Toten weinen
durch die Räume, durch die Zeit.
Die Glaubenden sich vereinen,
und sie spüren Ewigkeit.

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Armageddon

Auf den Bergen brennt der Schnee,
und die Erde bebt.
Die Luft erglüht, ein Feuer rast,
wohl dem, der nie gelebt.
Ein Gifthauch aus den Wolken fällt,
und gelb verdorrt das Gras.
Das Ende allen Seins ist nah,
von dem man einstmals las.
Aus Abrahams und Jakobs Stamm
erlebt es keiner mehr.
Die Welt ist tot, die Zeit vorbei,
es bleibt ein Flammenmeer.

Da stürmt die Ordnungsmacht herbei
und kühlt den heißen Stein.
Es jauchzt und singt ein Engelschor
zu einem neuen Sein.