Klaus und der Arme

Ich bin der Klaus, ein Mann von Welt.
Ich habe jede Menge Geld.
Du bist nur eine arme Sau,
und hässlich ist auch Deine Frau.

Meine Frau ist wunderschön,
wie ein Model, gern zu seh’n.
Ich darf sie fassen, wo ich will.
Sie lässt es zu, und sie hält still.

Du hast kein Geld, du hast kein Haus.
Die Gläubiger geh’n ein und aus.
Was willst du armes Schwein denn nur:
Hör‘ doch auf mich, sei nicht so stur.

Ich bin der Größte und der Beste.
Bei mir gibt es die schönsten Feste.
Die Großen gehen ein und aus;
wir leben stets in Saus und Braus.

Du kleiner Pimpf, wer bist du denn,
hör auf mich, dann wird es geh’n.
Sei mein Knecht, und dann fortan
hast Du Geld und wirst ein Mann.

Was? Du bist gläubig? Du bist dumm.
So ein Kerl bringt mich fast um.
Ich brauch kein Geld, ich brauch dich nicht;
mein Gott gab mir genug Gewicht.

Ich hab den Mut, ich hab die Kraft,
niemand nimmt mir die Leidenschaft.
Dein blöder Gott ist mir egal;
meiner ist besser, allzumal.

Regeln interessier‘n mich nicht,
ich pfeife auf die große Pflicht.
Wir können leben, wie wir wollen.
Wir machen nicht das, was wir sollen.

Die Philosophen sagten richtig,
was auf dieser Erde wichtig.
Und Jesus, Mohammed erklärten,
was den Menschen fehlt auf Erden.

So schwadroniert er lange noch.
Der Arme zieht die Brauen hoch.
Er dreht sich um, verlässt den Wahn.
Arm bleibt er, doch er bleibt ein Mann.

 

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