Die Jugend

Die Schule nervt und auch die Alten.
Sie sind blöd und haben Falten.
Schwafeln von den Nazijahren,
Die sie selbst nicht mehr erfahren.

Was wollen diese Deppen nur?
Uns belehren, keine Spur.
Ihr wisst doch nichts von dieser Zeit.
Eure Welt ist schon Vergangenheit.

Wir wollen hier und heute leben,
die Welt verstehen, vieles geben
von dem, was wir umsonst bekommen.
Wir sind nicht heilig, keine Frommen.

Wir rasen mit 300 Sachen,
und lassen es ganz kräftig krachen.
Manchmal kommt der Tod ins Haus,
wir aber machen uns nichts draus.

Die Haut ist glatt, die Lippen rot.
Wir sind lebendig und nicht tot.
Alles ist kräftig, alles stark,
in den Muskeln, bis ins Mark.

Das Herz ist stark und auch der Magen,
wir können noch zehn Bier vertragen.
Und ein Riesensteak dabei,
uns Jungen ist das einerlei.

Die erste große Liebe zart,
der Zipfel, er ist ständig hart,
und zärtlich krault man das Genick,
auch den Hals, das Lendenstück.

Wir warten freudig auf die Zukunft
und den nächsten Wiegentag.
Möchten schnell „erwachsen“ sein,
weil man die Jugend nicht mehr mag.

Die Frauen sind so schön und bunt
gertenschlank und kerngesund.
Der Geigenhimmel kunterbunt,
wir sind jung, der Jugendfund.

Die Welt ist schön, wir lachen nur,
sind ohne Angst, nein, keine Spur.
Die Taschen sind zwar immer leer,
der Papa hilft; das Amt gibt mehr.

Wir freu‘n uns auf die große Liebe
und auf die kleine, nach dem Triebe.
Wir lassen laufen unsren Sex,
und leben diese Welt auf Ex.

Der Arbeitgeber melkt uns immer,
er nimmt uns unsren Lebensschimmer.
Ohne ihn, wir könnten uns schön laben,
leben, saufen, Urlaub haben.

Die Bank gibt uns noch ganz viel Kohle,
viel Kredit, zu unsrem Wohle.
Für das Auto und das Haus.
Nur wird oft leider nichts daraus.

So geh’n sie hin, die schönen Jahre,
bis endlich liegst du auf der Bahre.
Und hinter dir, da lag das Leben.
Hast du richtig gehandelt eben?

Hättest du nicht mehr lernen sollen,
mehr geben denen, die nichts haben?
Der Gerechtigkeit den Tribut zollen,
gib‘ ihnen ein paar gute Gaben.

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